Blendfreies Solar ermöglicht 1,2 MWp-Installation neben dem Heliport eines Krankenhauses

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Das Universitätskrankenhaus Gent wollte das Dach seines neuen Parkhauses in eine 1,2 MWp-Solaranlage umwandeln. Doch der Standort brachte eine ungewöhnliche Einschränkung mit sich: Das Dach befindet sich neben dem 24-Stunden-Heliport des Krankenhauses, wo reflektiertes Sonnenlicht von Solarmodulen Starts und Landungen von Hubschraubern beeinträchtigen könnte.

Die Lösung musste beide Ziele erfüllen: erneuerbare Elektrizität aus der verfügbaren Dachfläche erzeugen und gleichzeitig störende Blendungen für kritische Flugoperationen reduzieren. LONGi Hi-MO X10 Guardian Anti-Glare Pro Module wurden ausgewählt, um beides zu adressieren.

Das Universitätskrankenhaus Gent, Universitair Ziekenhuis Gent, ist eines der größten Krankenhäuser Belgiens. Sein 40 Hektar großer Campus hat das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. In den nächsten zwei Jahrzehnten wird der Campus neu organisiert, begrünt und umgebaut.

Im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Universität arbeitet das Universitätskrankenhaus Gent daran, Emissionen und Energiebedarf zu senken und gleichzeitig den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen. Das Parkhaus, das 2024 fertiggestellt wurde, bot eine Gelegenheit, zu diesem Übergang beizutragen.

Anti-glare solar panels installed on the roof of a parking structure at Ghent University Hospital.

Solare Blendung wird in der Nähe des Kranken-Heliports zur Sicherheitsfrage

Das Parkhaus, das 2024 fertiggestellt wurde, verfügt über acht Etagen mit über 1.800 Stellplätzen. Sein Dach war von Anfang an für Solarstrom vorgesehen. Doch der Standort barg eine Herausforderung.

Der Heliport des Krankenhauses, EBGT, ist rund um die Uhr in Betrieb, nicht für Routine-Verlegungen, sondern für HEMS (Helicopter Emergency Medical Services) und Flugrettungsflüge. Diese transportieren Traumapatienten, Neugeborene in Notfällen und Transplantationsorgane, in Situationen, in denen selbst Sekunden entscheidend sein können.

Jede Solaranlage auf dem Parkhausdach würde sich in unmittelbarer Nähe der Anflug- und Abflugrouten des Heliports befinden. Reflexionen von herkömmlichen Solarmodulen könnten während des Starts und der Landung von Hubschraubern Blendungen verursachen, wodurch die Blendungsbegrenzung zu einer entscheidenden Bedingung für die Installation von PV an diesem Standort wurde.

LONGi's Hi-MO X10 Guardian Anti-Glare Pro bot die Lösung für diese Herausforderung. Seine speziell entwickelte Glasoberfläche zerstreut das reflektierte Licht, anstatt es spiegelgleich zu konzentrieren, ähnlich dem Unterschied zwischen mattiertem und Spiegelglas.

Blendfreies Solar bringt 1,2 MWp saubere Energie auf den Krankenhauscampus

Das Projekt verwendet LONGi Hi-MO X10 Guardian Anti-Glare Pro Module, die blendfreies Glas mit Back-Contact-Zelltechnologie kombinieren. Das Glas ist darauf ausgelegt, Blendungen zu reduzieren, während die Zellarchitektur die elektrischen Kontakte auf die Rückseite verlagert und so mehr Frontfläche für die Sonneneinstrahlung verfügbar macht. Die Gesamtreflexion wurde mit etwa 0,9 % gemessen, was eine quantifizierte Angabe der geringen Reflexionsleistung des Moduls darstellt.

Der Anti-Glare Pro kombiniert diese geringe Reflexionsleistung mit einer Leistung von bis zu 640 W und einem Modulwirkungsgrad von bis zu 23,69 %. Über das Parkhaus hinweg bilden die Module ein 1,2 MWp-System, das vor Ort erneuerbare Elektrizität erzeugt und die Abhängigkeit vom Netzstrom reduziert.

Für Piloten, die sich dem Heliport nähern, werden die Reflexionen von der Solaranlage auf nahezu Null reduziert. Der Heliport kann weiterhin rund um die Uhr neben dem PV-System betrieben werden. Das Krankenhaus musste sich nicht zwischen Solarstromerzeugung und dem sicheren Betrieb seines Heliports entscheiden. Die blendfreie Technologie ermöglichte die Unterbringung beider.

Das Projekt des Universitätskrankenhauses Gent zeigt, wie Solarstrom an Standorten mit sehr spezifischen Betriebseinschränkungen integriert werden kann. Durch die Bekämpfung von Blendungen auf Modulebene bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer hohen Energieeffizienz fügt das Projekt erneuerbare Stromerzeugung zum Krankenhauscampus hinzu, ohne die betrieblichen Anforderungen seines Heliports zu beeinträchtigen.

Hier geht es zur gesamten Geschichte:

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